Lukas Dauser wird Deutscher Mehrkampfmeister im Gerätturnen der Männer bei den Finals 2022 in Berlin

27.06.2022 , Gerätturnen männlich olympisch, Trampolinturnen, Rhythmische Sportgymnastik

Erfolgreiche Deutsche Meisterschaften für die insgesamt 15 bayerischen Athletinnen und Athleten aus dem Gerätturnen, Trampolinturnen und der Rhythmischen Sportgymnastik.

Vom 23. - 26. Juni wurden in 14 verschiedenen Sportarten, darunter dieses Jahr zum ersten Mal auch in allen olympischen Turnsportarten, die Deutschen Meister und Meisterinnen des Jahres 2022 ermittelt.

Los ging es am Donnerstagmorgen mit den Vorkämpfen im Trampolinturnen, in denen mit Annika Süß, Gabriela Stöhr und Philipp Wolfrum – alle von den Munich Airriders – drei bayerische Athleten an den Start gingen. Gabriela Stöhr sicherte sich mit einer schönen Übung in der Qualifikation und 49,150 Punkten einen Finalplatz. Dort konnte sie leider ihre Leistung aus dem Vorkampf nicht ganz abrufen und kam auf 46,360 Punkten, was einen guten 5. Platz bedeutete. Ihre Vereinskollegin Annika Süß kam mit 45,560 Punkten auf den 15. Rang. Auch Philipp Wolfrum konnte sich mit einer guten Übung im Vorkampf für das Finale qualifizieren. Hier konnte er seine Leistung aus der Qualifikation nochmal steigern und erkämpfte sich mit 52,290 Punkten den tollen 5. Rang.

Die Wettkämpfe im Gerätturnen starteten ebenfalls am Donnerstag mit dem Mehrkampf der Männer, bei dem Bayern mit insgesamt 11 Startern ganz stark vertreten war. Nach einem spannenden Wettkampf durfte Lukas Dauser vom TSV Unterhaching am Ende mit insgesamt 81,850 Punkten ganz oben aufs Treppchen steigen und sich über eine geglückte Titelverteidigung im Mehrkampf freuen. Zudem qualifizierte er sich neben seinem Spezialgerät Barren, auch am Reck und Pauschenpferd für die Gerätefinals am Samstag und Sonntag und landete hier auf den Plätzen 4 und 6. Am Barren in der Qualifikation noch Punktbester, musste sich Lukas Dauser im Finale leider nach einigen Unsauberkeiten und einer nicht gestandenen Landung am Ende mit Platz 4 zufriedengeben. Auf Social Media ließ er wissen, dass er aber trotzdem nicht unzufrieden sei: „Im Hinblick auf die kommenden Aufgaben wollte ich mein volles Programm turnen, was nach dem kräftezehrenden Mehrkampf schwer war. Aber die für mich wichtigste Medaille im Mehrkampf konnte ich gewinnen.“

Der erfahrene Marcel Nguyen vom TSV Unterhaching ging nach langer Verletzungspause nur an den Ringen, dem Barren und dem Reck an den Start. Leider erwischte er keinen optimalen Tag: "Es war ein schwieriger Wettkampf heute. Ich wollte schwere Übungen ausprobieren, aber es hat leider nicht so geklappt. Mein Ziel ist es, mich für die EM zu empfehlen und dort erfolgreich mit dem Team zu turnen." Lediglich an den Ringen konnte er seine Leistung abrufen und qualifizierte sich mit 13,800 Punkten als Punktbester für das Finale, das er jedoch aufgrund von Schulterproblemen absagen musste und den Startplatz für seinen Teamkollegen Felix Remuta frei machte. Dieser erturnte sich am Donnerstag im Mehrkampf mit 78,350 den 9. Platz. In den Gerätefinals kam er am Sprung auf den 5. und an den Ringen auf den 6. Rang. Valentin Zapf vom TSV Unterföhring wurde mit 76,500 Punkten 11. im Mehrkampf sowie 6. im Gerätefinale am Reck. Alexander Kunz (TSV Pfuhl) landete im Mehrkampf einen Platz hinter ihm mit 76,000 Punkten und sprang im Spurngfinale auf Platz 6. Auch Linus Mikschl und Timo Rister (beide TSV Pfuhl) turnten einen soliden Mehrkampf und erreichten die Plätze 19 und 20. Die Ränge 25 bis 27 gingen mit Sascha Wilhelm (TSV Mohnheim, 67,650), Erik Mihan (TSV Buttenwiesen, 66,800) und Julius Hartrich (SB DJK Würzburg, 66,550) ebenfalls nach Bayern. Maximilian Henning vom TSV Adlersberg wurde mit 64,200 Punkten 29.

In der Rhythmischen Sportgymnastik wurde Bayern von Anabela Brodt vom TSV 1846 Nürnberg vertreten. Sie ging im Mehrkampf-Einzel an den Start und sammelte 17,750 Punkte mit dem Reifen, 22,200 mit dem Ball, 18,550 mit den Keulen und 21,875 mit dem Band, was am Ende den 17. Rang bedeutete.

Alfons Hölzl, der Präsident des Bayerischen Turnverbandes als auch des Deutschen Turnerbundes, zog am Ende der Großveranstaltung ein sehr positives Fazit: "Es war eine sehr gelungene Veranstaltung! Zum ersten Mal waren im Rahmen der Finals alle Olympischen Sportarten aus dem Turnbereich dabei und wir haben großartige Wettkämpfe erlebt. Die sportlichen Leistungen haben sich sehen lassen und machen Hoffnung in Hinblick auf die anstehenden European Championships in München im August.“