Dutch Trampoline Open 2026

17.03.2026 , Trampolinturnen
Traditionell stehen alle zwei Jahre die Dutch Open in Alkmaar (NL) an. Ein kleines bayerisches Team folgte der Einladung. Dieser internationale Wettkampf zählt zu den größten seiner Art in Europa. Bei über 20 Nationen sind alle Klassen bestens besetzt.
 
Mit Malorie Erhardt, Bettina Wöll, Gabriela Stöhr bei den Damen, sowie Julian Friedrich, Philipp Wolfrum und Phliipp Kleigernigg im männlichen Bereich ging der Bayerische Turnverband an den Start. Trotz gebuchter Flüge für die Anreise und Unterkunft sorgte ein Pilotenstreik für eine unerwartete Planänderung. Stattdessen ging es im Kleinbus auf die rund 1.000 Kilometer lange Strecke.
 
Julian Friedrich startete als Erster in den Wettkampf. Er zeigte eine eine gelungene Pflicht- und Kürübung. Mit Rang 26 platzierte er sich damit im vorderen Mittelfeld. Für Philipp K. verlief der Wettkampf nicht nach Plan. Trotz eines starken Starts in der Pflicht und eines gelungenen neuen Schlusselements führte ein Fehler beim Aussprung zu einer Landung auf der Sicherheitsmatte und einem hohen Punktabzug. Die Kür musste er nach dem dritten Sprung vorzeitig beenden. Philipp W. absolvierte einen erfolgreichen Wettkampf. Nach einem guten Vorkampf konnte er sich im Finale weiter steigern und erreichte mit erhöhtem Schwierigkeitswert in der Kür den 6. Rang unter 50 Teilnehmern. Malorie zeigte in ihrer Pflichtübung eine persönliche Bestleistung. In der anschließenden Kür steigerte sie zudem ihren bisherigen Schwierigkeitswert und belegte einen Platz im vorderen Drittel des Teilnehmerfeldes (Rang 20). Für Bettina verlief der Wettkampf nach zuvor weniger positiven Erfahrungen an diesem Austragungsort deutlich erfolgreicher. Sie präsentierte eine der überzeugendsten Pflichtübungen des Tages. In der Kür traten kleinere Unsicherheiten auf, die sie jedoch souverän korrigierte. Mit dieser Leistung qualifizierte sie sich als Sechstplatzierte für das Finale. Dort ging Bettina nach der Auslosung als letzte Starterin an den Start. Trotz starker Vorleistungen der Konkurrenz überzeugte sie mit einer sehr gelungenen Kür und sicherte sich den 2. Platz. Die erfahrenste Turnerin im Team, Gabi, überzeugte in einer der beiden Vorkampfküren und zog als Fünftplatzierte sowie beste Deutsche in das Halbfinale ein. Dort begann sie etwas nervös und musste ihre Übung aus Sicherheitsgründen nach vier Sprüngen vorzeitig beenden. Auffällig war, dass sich im Verlauf des gesamten Wettkampftages mehrere Aktive auf den Hochleistungstrampolinen „verturnten“. Im Synchronwettbewerb trat Gabi gemeinsam mit ihrer Trainingspartnerin Fiona Schneider (TV Unterbach) an und war entsprechend motiviert, die vorherige Leistung zu korrigieren. Nach einem gelungenen Vorkampf belegte das Duo den zweiten Platz und bestätigte diese starke Leistung auch im Finale, sodass eine Medaille greifbar war. Allerdings stellte das Kampfgericht aus nicht eindeutig nachvollziehbaren Gründen einen Positionsfehler im letzten Übungsteil fest, wodurch dieses Element nicht gewertet wurde. In der Folge fiel das Paar im Klassement zurück. Auch mehrfach eingelegte Einsprüche sowie unterschiedliche Videobelege führten zu keiner Änderung der Entscheidung, was für die beiden Athletinnen besonders bedauerlich ist.
 
Insgesamt überwogen am Ende die positiven Eindrücke der Veranstaltung, insbesondere die gelungenen sportlichen Leistungen sowie der Austausch mit befreundeten Athletinnen und Athleten.
Nach einer rund neunstündigen Rückreise erreichte das Team geschlossen und wohlbehalten die Heimat.

Bericht: Markus Thiel
Fotos: Markus Thiel
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